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Informationen zum Thema Hanf

Der nachwachsende Rohstoff ist in der jüngeren Vergangenheit, d.h. in den letzten zehn Jahren in der Bundesrepublik Deutschland zu einer festen Größe bei den Rohstoffpflanzen geworden. In Umfragen wurde ermittelt, dass der Hanf neben Miscanthus, Holz und Raps zu den vier bekanntesten nachwachsenden Rohstoffen gehört.

Der Hanf ist aus diversen Gründen besonders interessant für die Landwirtschaft und die nachgelagerte verarbeitende Industrie. Ein gewichtiger Grund für den Anbau der Nutzpflanze ist das schnelle Wachstum. In lediglich einhundert Tagen wächst der Hanf bis auf eine Höhe von drei bis fünf Metern. In dieser Zeit wird ein erstaunlich großes Volumen an Biomasse generiert. In einer Zeit, wo täglich der Bau von neuen Biomassekraftwerken bekannt gegeben wird, sind solche schnell wachsenden Energiepflanzen von immenser Wichtigkeit. Dennoch ist der Hanf als Nutzpflanze sehr viel interessanter in bezug auf eine stoffliche Nutzung. Cannabis sativa (so der botanische Name der Pflanze) kann beinahe in Gänze einer wirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden. Der Stängel liefert reißfeste Naturfasern und die so genannten Hanfschäben.

Der Hanfsamen ist ein wertvolles Lebensmittel und kann zudem zu Hanföl verpresst werden, welches von der kosmetischen Industrie nachgefragt wird. Die Blüten sind Grundlage für ätherische Öle, die ebenfalls von der Kosmetik- und in Teilbereichen von der Lebensmittelindustrie nachgefragt werden. Zudem gibt es Hoffnungen, dass die Blüten auch in der Pharmaindustrie auf Nachfrage stoßen.

Die Hanffasern sind sehr interessant aus der Sicht der Hersteller von Naturtextilien, da der Hanf auch in der konventionellen Landwirtschaft nahezu ohne Chemie produziert wird. Die Fasern haben zudem sehr gute Produkteigenschaften. Sie nehmen sehr viel Feuchtigkeit auf und bieten ein für Bakterien sehr feindliches Milieu, so dass unangenehme Gerüche nicht so schnell aufkommen, wie dies bei der Baumwolle der Fall ist.

Was der Hanfbranche bis heute fehlt ist ein Blog, der das Thema ausführlich und von allen Seiten beleuchtet. Ein solches Angebot würde ganz sicher eine Informationslücke schließen.

Eingestellt: 13.07.2007 Zugriffe: 352 | Anzahl Wörter: 305 | PDF-Ansicht

Über den Autor

Klaus-Martin Meyer
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