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Die Wettinbrücke in Dresden

Die Wettinbrücke gehört wohl leider mit zu den unbekanntesten Bauwerken der Sächsischen Landeshauptstadt. Das liegt wahrscheinlich nicht nut daran, dass das mittelalterliche Bauwerk nicht die Größe anderer sächsischer Bauwerke besitzt, sondern vielmehr an ihrer versteckten Lage in der der Dresdner Heide. Weitab von den großen Touristenströmen der Innenstadt, führt die Brücke über die Prießnitz ein eher beschauliches Dasein. Nichts desto weniger trotz erfreuen sich bisweilen die Besucher der Pension Dresden an dem Bauwerk, wenn sie die Heide bei einem kraft schöpfenden Spaziergang im Grünen durchqueren.

Ihren Namen verdankt die Brücke dem ehemaligen Rastplatz der Wettiner, die schon vor mehreren Jahrhunderten auf ihrem Weg durch das alte Germanien an einer Waldlichtung der Heide ihr Lager aufschlugen. Umringt von den Erhebungen kleiner Felsformationen befindet sich die Lichtung in den Auen der Prießnitz, die die etwa 50 Quadratkilometer große Heide von Nordwest nach Südost durchquert. Um auf diesen geschützten Wiesenvorsprung zu gelangen, war die Errichtung der Brücke in damaliger Zeit ein muss. Auf diese Weise gab es zum Lager nur einen, gut überschaubaren Zugang, der sich Notfall einfach verteidigen ließ.

Die einfache Holzkonstruktion wurde dann im Laufe der Zeit durch eine stabilere, und wie zu Zeiten von August dem Starken üblich, auch schönere Konstruktion aus Sandstein ersetzt. Dieser Teil der Anlage überdauerte die Jahrhunderte relativ schadlos bis in die heutige Zeit. Zwar waren auch hier Instandhaltungsarbeiten nötig, die, da die Brücke zunehmen für Dresden an Bedeutung verlor, leider nicht immer ganz fachgerecht durchgeführt wurden, doch hilft gerade der morbide Anblick den die Brücke heut bietet, dem Besucher des Hotel Dresdens, ein Bild des vergangenen Ruhmes des Bauwerks und seiner Umgebung zu erahnen.

Gekleidet in Moos, von Bäumen und Gestrüpp umrankt, erwirkt die Brücke, wenn die Wiesen im Morgentau getränkt sind und die Sonnenstrahlen durchs Geäst streifen, eine geradezu romantische Stimmung die zum verbleiben einlädt.

Eingestellt: 06.09.2007 Zugriffe: 296 | Anzahl Wörter: 298 | PDF-Ansicht

Über den Autor

Gabi Schne
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