Prepaid Kreditkarten
Auf dem Handymarkt werden Prepaidkarten immer beliebter, nicht nur weil die Preise in diesem Segment immer weiter fallen, sondern auch weil immer mehr Menschen keinen Handyvertrag abschließen können. Eine Ähnliche Entwicklung startet gerade im Bereich der Kreditkarten. Prepaid Kreditkarten gibt es bereits seit einigen Jahren, doch war es bis vor kurzem nur möglich eine solche Kreditkarte auf Guthabenbasis über eine ausländische Bank und gegen horrende Gebühren zu erhalten. Mittlerweile bieten jedoch auch verschiedene deutsche Banken solche Prepaid Kreditkarten an. Begonnen hat damit die LBB, die Landesbank Berlin, in Zusammenarbeit mit Microsoft. Microsoft suchte für seine Spielekonsole Xbox eine Möglichkeit auch Kindern und Jugendlichen die kostenpflichtigen Online-Dienste anzubieten, welche per Kreditkarte zu bezahlen sind. Zusammen mit der LBB wurde die Xbox Live, eine Prepaid VISA Kreditkarte auf den Markt gebracht, welche ohne Schufa-Auskunft und Bonitätsprüfung auch an Jugendliche vergeben wurde. Diese Prepaid VISA besticht durch vergleichsweise geringe Gebühren, sowohl im Bereich der Grundgebühr, als auch für Transaktionen. Die Möglichkeit diese Kreditkarte auch mit negativer Bonität zu erhalten sprach sich schnell in entsprechenden Kreisen herum und wurde ein großer Erfolg, jedoch nicht unter den jungen Xbox-Spielern, sondern unter all jenen die keine normale Kreditkarte mehr bekommen konnten.
Aufgrund dieses Erfolgs brachte die Landesbank Berlin kurze Zeit später eine eigene Prepaid Kreditkarte heraus, die anders als die VISA Electron tatsächlich überall dort eingesetzt werden kann, wo auch eine normale VISA Kreditkarte akzeptiert wird. Sie verfügt über einen für Onlineshopping notwendigen CVC2-Code und ermöglicht neben der Geldabhebung an Bankautomaten auch die Zahlung an allen Points-of-Sale. Dies bezeichnet all jene Akzeptanzstellen, an denen elektronisch mittels Eingabe des Pins bezahlt wird. Dies ist notwendig, da eine Prepaid Kreditkarte natürlich über keinen Kreditrahmen verfügt, so dass immer nur das vorhandene Guthaben genutzt werden kann. Diese Einschränkung stellt jedoch kein Problem dar, da es kaum noch Akzeptanzstellen gibt, bei denen alleine mit der Karte bezahlt werden kann. Aufgrund des großen Missbrauchspotentials sollen auch die letzten manuellen Akzeptanzstellen in den nächsten Jahren auch noch abgeschafft werden, so dass diese Prepaid VISA spätestens dann die gleiche Akzeptanz wie eine gewöhnliche Kreditkarte erfährt.
Neben der LBB bieten auch noch einige weitere Banken ihren Kunden eine Prepaid VISA an, sogar für die MasterCard gibt es mittlerweile Prepaid Varianten, jedoch ist die Landesbank Berlin in Punkto Leistungen und Kosten weit vorne. So bietet die LBB Ihre Prepaid VISA nicht nur in verschiedenen Designs an, auch die Bestellung einer Picture Card ist möglich. Hierbei lädt der Kunde einfach sein Wunsch-Design auf den Server der LBB und erhält so seine ganz individuelle VISA Kreditkarte.
Eingestellt: 30.07.2007 Zugriffe: 1197 | Anzahl Wörter: 417 | PDF-Ansicht
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Alexander Bertram (artikel [at] netnut [.] de)» Zurück zur Kategorie: Finanzen-kredite
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