Girokonten mit Einsparmöglichkeiten
Kostenlose Girokonten werden nun mittlerweile durch die Mehrheit aller Banken angeboten. Wer die Mühen nicht scheut und die Bank wechselt, der kann immerhin Gebühren im dreistelligen Bereich pro Jahr einsparen. Für gewöhnlich zahlen Bankkunden Gebühren um die 6 bis 8 Euro pro Monat. Diese Kosten sind allerdings noch unabhängig davon, wie stark man das Konto nutzt. Sozusagen dafür, dass man das Girokonto bereitgestellt bekommt und man es haben darf, verlangen die Banken schon allein diese Art Grundgebühr. Doch oftmals ist damit noch nicht genug, wenn also noch nutzungsabhängige Entgelte hinzukommen. Glücklicherweise sind diese Gebühren in den letzten Jahren zurückgegangen. Bei Geschäftskonten ist es zwar noch üblich, für jeden Buchungsvorgang noch einmal extra eine Gebühr bezahlen zu müssen. Bei privaten Girokonten muss man beispielsweise für eine beleghafte Überweisung oder eine Auslandsüberweisung Gebühren abtreten.
Die Neuerung sind nun die kostenlosen Girokonten, die einerseits durch klassische Filialbanken in regionalem Rahmen angeboten werden. Andererseits sind es überwiegend Direktbanken, die ein Girokonto kostenlos anbieten. Es kommt hier nun darauf an, ob man eher der Typ ist, eine Filiale in der Nähe haben zu müssen oder ob ein Online-Zugang zum Konto ausreicht. Denn eine Bedingung ist ganz gewiss so gut wie immer gestellt, wenn man ein kostenloses Girokonto eröffnen möchte: Kostenlos sind die Konten nur, wenn man sie über das Online-Banking managt. Dass man dazu einen PC mit Internetanschluss braucht, ist selbstredend. Nun nützt es aber auch nichts, wenn man noch minuten- oder volumenabhängig Internetgebühren zahlen muss. Eine Flatrate sollte es also schon sein, denn sonst verlagert man die eingesparten Kosten aus dem einen Topf nur in einen anderen.
In ähnlicher Weise muss man auch prüfen, wo man überall Bargeld ohne Extrakosten abheben kann. Es nützt auch hier nicht, wenn man zwar sein Girokonto kostenlos führen kann, jedoch jede Bargeldabhebung beispielsweise 5 Euro kostet, wenn man nur an Geldautomaten der sogenannten Fremdbanken Geld abheben kann. Da man sowieso die Möglichkeit des Bargeldabhebens unbedingt benötigt, sollte dieser Aspekt in einem Vergleich von Banken eine der Hauptrollen spielen. Denn selbst in einer Zeit der bargeldlosen Transaktionen und Plastikkarten ist das Bargeld trotzdem noch nicht ausgestorben. Bei Direktbanken ist die Handhabung mit dem kostenlosen Bargeldabheben entweder so, dass gar nicht erst lang diskutiert wird und gleich kommuniziert wird, dass man mit der Kreditkarte kostenlos Bargeld abheben kann. Oder aber die Bank gehört einem Zusammenschluss mehrerer Banken an, an denen dann das gebührenfreie Bargeldabheben möglich ist.
Wie auch immer: Der Teufel steckt im tiefen Detail, weshalb man nicht voreilig seine Unterschrift unter einen Kontoeröffnungsantrag setzen sollte.
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Eingestellt: 04.12.2007 Zugriffe: 288 | Anzahl Wörter: 420 | PDF-Ansicht
Über den Autor
Hennig Petrat, info[ätt]finanz[minus]katalog[dott]com
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