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Essen im Kanaren Urlaub

Die kanarische Küche ist etwas ganz Besonderes, die man am besten während eines Urlaubs auf einer der sieben Inseln (Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma, El Hierro) entdeckt. Zumindest die traditionellen Gerichte sind relativ einfach gehalten, schmecken aber hervorragend würzig. Dazu bekommen Einheimische und Urlauber sehr schmackhafte, kräftige Weine angeboten, die aufgrund der Vulkanerde und des milden Klimas aus Trauben bestehen, die ein ganz besonderes Aroma haben.

Früher konnten es sich die Einheimischen nicht leisten, Zutaten zu importieren und konnten daher nur das verwenden, was auch auf den sieben Inseln hergestellt bzw. angebaut werden konnte. Mittlerweile sind die Inseln sehr gut an das europäische und afrikanische Festland angebunden, was sich auch in den umfangreichen und günstigen Flugverbindungen auf die Insel zeigt.

Die traditionelle Küche nutzt fast ausschließlich Obst und Gemüse, das unter den klimatischen Bedingungen gut gedeiht (unter anderem Tomaten, Kartoffeln, Mais, Zucchini und tropische Früchte), sowie Milchprodukte wie Käse und Joghurt, die vornehmlich aus Ziegenmilch hergestellt werden. Fleisch spielt eher eine untergeordnete Rolle - wenn, dann wird traditionell vor allem Ziegenfleisch zubereitet. Dies liegt daran, dass Ziegen relativ genügsame Tiere sind und auch mit der rauen und spärlichen Vegetation, wie zum Beispiel jener auf Fuerteventura, gut zurecht kommen. Fangfrische Fische sowie Meeresfrüchte finden sich aufgrund der geografischen Lage hingegen sehr häufig in den Gerichten wieder.

Wer einen Urlaub auf den Kanarischen Inseln verbringt, wird früher oder später Papas arrugadas angeboten bekommen. Dies sind kleine Kartoffeln mit runzliger Schale, die mit einer Salzkruste bedeckt sind. Zu den kanarischen Runzelkartoffeln wird immer eine kräftige Sauce mit viel Knoblauch gereicht. Diese Sauce heißt Mojo-Sauce. Es gibt sie in einer grünen, vergleichsweise etwas milderen Ausführung (mit Oliven-Öl und Kräutern, zum Beispiel mit Koriander, Petersilie und natürlich Knoblauch) und in einer pikanteren roten Ausführung (mit rotem Pfeffer und Paprika).

Was den Italienern ihr Mozzarella, ist den Einwohnern der Kanarischen Inseln ihr Ziegenkäse. Dieser heißt auf Spanisch Queso de cabra. Er ist in unterschiedlichen Reifegraden erhältlich und genießt einen sehr guten Ruf auf der ganzen Welt. Es gibt in auch in einer sehr schmackhaften geräucherten Variante.

Wer nach dem reichhaltigen Hauptgang noch Platz im Magen hat, sollte die süßen Nachspeisen versuchen. Durch die Nähe zu Nordafrika fließen auch marokkanische Einflüsse in die Zubereitung mit ein. Besonders beliebt ist der Karamellpudding, der Flan. Eine leichtere Variante der Nachspeise stellt das tropische Obst dar. Datteln, Feigen, Orangen, Bananen - hier wird jeder Vitaminfan glücklich.

Wer nach solch umfangreichen Gaumenfreuden ein schlechtes Gewissen hat, kann die angefutterten Kalorien leicht wieder loswerden. Auf den Kanaren herrschen hervorragende Bedingungen für Outdoorsport wie Surfen, Schwimmen, Wandern und Mountainbiken, die man während eines Urlaubs unbedingt nutzen sollte.

Eingestellt: 13.11.2007 Zugriffe: 279 | Anzahl Wörter: 436 | PDF-Ansicht

Über den Autor

Thomas Müller, artikelverzeichnis[at]digitaleprodukte.de


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