Cocktails - Welche Zutaten
Fruchtsirup
Fruchtsirups werden aus eingedickten Fruchtsäften und Zucker gemacht, sie bringen Farbe und Süße in die Cocktails. Der Name kommt vom arabischen „scharab“, was so viel wie „Trank“ heißt. Bis in die Golden Fifties gab es nur Waldmeister- und Himbeersirup. Echt angestaubt! Dann kam der Grenadinesirup: saftig-süß und knallerot. Nicht immer ist wirklich Granatapfelsaft drin, der Geschmack aber passt stets. Seit den 70er Jahren stehen Barsirups in allen Farben des Regenbogens im Regal. Die sind etwas für Kreative und Sammler. Für die Easy-Bar reicht erstmal ein Grenadine.
Oliven
Wie war das noch mal mit dem Drink für Bond, James Bond? Geschüttelt, aber nicht gerührt? Okay, hier kriegt jeder seinen Lieblings-Martini. Aber die Olive kommt rein. Unbedingt. Ist das wichtig? Ja. Denn mit einer Silberzwiebel drin, wäre es kein Martini mehr, sondern ein Gibson. Schmeckt auch toll. Noch toller aber sind Oliven, die auf dem Tresen als saftiger und würziger Snack stehen und perfekt zum Cocktail passen. In guten Bars gibt's deshalb immer Oliven „para pickar“ - zum Aufpicken. In meiner Easy-Bar auch. Warum? Weil unsere Easy-Bar eine gute Bar ist.
Orangen
Orangen schmecken nach Sommer, selbst wenn draußen Schnee liegt. Und sie mögen gute Gesellschaft. Vor allem in Cocktails. Hier kennt sie jeder und alle lieben sie. Vor allem ich! Deshalb mix ich mir jetzt einen coolen Drink mit einer saftigen Orangenscheibe und mit duftendem Schalenöl für noch mehr Aroma. Obwohl draußen Sehn liegt? Weil draußen Schnee liegt. Und im Sommer? Dann erst recht! Mehr Ideen? A den folgenden Seiten. Wie wär's mit eine Wolgaschiffer? Oder einem Tequila Sunri: Oder einem Negroni?
Zitronenlimonade
Zitronenlimonade passt nur auf die Kinderparty? Irrtum: Damit kann man ganz schnell und echt easy Sommercocktails rauf und runter mixen. Einfach Zitronensaft, Zuckersirup und Sodawasser durch Limo ersetzen. Wie etwa bei einem Basic Daisy: Hochprozenter nach Lust und Laune auf Eis mit 1 Spritzer Grenadinesirup verrühren und mit Zitronensprudel auffüllen. Oder bei einem Basic Fizz: 4 cl Basis-Spirituose mit 1 Schuss Zitronenlimo im Shaker mit Eiswürfeln so lange schütteln, bis der Shaker außen beschlägt. Durch ein Sieb ins Glas abseihen, mit weiterer eiskalter Limo auffüllen.
Hardware
Cocktailmixen ist einfacher als man denkt. Easy eben, easy und good fun. Entsprechend einfaöch ist auch die Hardware, die man wirklich braucht, um coole Drinks zu zaubern. Die allermeisten Sachen sind sowieso schon im Haus. Klar, ein spezielles Rührglas mit zugehörigem Barlöffel macht mehr her. Und weil's nicht die Welt kostet, wird's beim nächsten Shopping-Trip besorgt. Ich will aber jetzt mixen. Sofort. Dann geht's auch im großen Becherglas. Den langstieligen Eilöffel habe ich aus Italien mitgebracht, jetzt wird er zum American-Bar-Spoon. Alle Rezepte für die erste Party werden gerührt und nicht geschüttelt, da reicht das Rührglas dann auch aus. Also los. Aber richtig abmessen, das ist wichtig. Mal eben so über den Daumen peilen ist nicht. Sonst habe ich irgendwas zusammengepanscht. Schmeckt zwar gut, ist aber nicht das Original. Ich behelf mir mit einem Schnapsglas. Notfalls nehme ich das, dass mir Oma Lisa aus Bayern mitgebracht hat. Das mit dem Abziehbild der Berge drauf. Da gehen genau 2 cl (20 ml) rein. aber. Eis ins Glas, Flüssigkeiten abmessen und dazugeben, umrühren und den Cocktail durch mein Küchensieb gießen. In mein ganz normales Trinkglas. Denk ich mir halt eine witzige Deko aus. Waren da nicht noch Melonen im Kühlschrank?
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Zuckersirup
Zuckersirup kann man kaufen oder selbst kochen. Dazu 11 Wasser mit 1 kg Zucker langsam aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Den Schaum mit einem Löffel abnehmen, den Sirup abkühlen lassen und in Flaschen abfüllen. Hält ewig. Gekaufter Zuckersirup wird oft aus Zuckerrohrsaft eingekocht und nicht wie unser selbst gemachter aus Rübenzucker. Der Unterschied im Geschmack ist nur sehr gering, der im Preis dagegen gewaltig. Da werf ich doch echt einfach den Herd an...
Zitronen
Sie ist sommerlich und fruchtig wie sonst kaum etwas. Natürlich auch gesund. Vor allem aber sehr easy und sehr lecker. Und sie gehört deshalb in beinahe jeden Cocktail - und wenn es nur ein Spritzer vom Saft ist. Verwendet wird alles: Scheibe, Schale, Saft. Nur nicht die Kerne. Die hält notfalls das Barsieb auf. Ganz besonders wichtig: Die Zitrone muss unbehandelt sein. In vielen Cocktails spielt das aromaintensive Öl aus der Schale eine wesentliche Rolle und da ist Frucht pur gefragt, keine Chemie.
Wodka
Keine Cocktailparty ohne Hochprozente Eine Flasche reicht am Anfang auch völlig! (später dürfen es gerne mehr werden), aus einer Spirituose kann man ganz viele verschiedene Cocktails zaubern. Das ist ein wenig wie im China-Restaurant. Dort läuft's so: 5 Fleischsorten, 10 Saucen - und fertig sind 50 Gerichte. In der Bar geht 5 Flaschen Hochprozenter, 10 Grundrezepte - und fertig sind 50 feine Cocktails. Deshalb heißen die Grundsorten an Schnaps auch Basis-Spirituosen.
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Kirschnektar
Kirschsaft gibt es nicht, nur Kirschnektar. Warum das so ist? Weil Obstsaft immer zu 100% aus alkoholfreiem Saft der Früchte bestehen muss. Zucker und andere Zusatzstoffe: verboten! Da Kirschen aber sehr viel Säure enthalten, und der Saft daraus dementsprechend sauer schmeckt, wird Zucker und Wasser zugegeben - und Kirschnektar draus. Das ist bei Kirschen und Johannisbeeren prima. Bei Orangen und anderen eher süßen Früchten aber immer zum Saft greifen, der Nektar ist hier auf alle Fälle die schlechtere Qualität.
Eiswürfelbeutel
Natürlich kann ich bei meiner ersten Cocktailparty auf mein Glück vertrauen. Oder nur lauwarme Typen einladen. Will ich aber nicht. Deshalb bunkere ich mehr Eis, als in meine Eiswürfelschalen passt. Damit jeder Gast viele, viele coole Drinks genießen kann Dafür leere ich vorher den Tiefkühler und verarbeite das Eingelagerte gleich mal zu Barsnacks und Fingerfood. Und gleich anschließend fülle ich sofort den Leerraum mit Eisswürfeln von der Rolle. Von der Eiswürfelbeutelrolle. Die nehmen wenig Platz weg und halten ewig, da gut verpackt. Und ich? Ich gebe gleich die nächste Party!
Tonic Water
Keine Easy-Party ohne Wodka Tonic, dem coolen Mix aus Wodka und bitter-süßem Indian Tonic Water. Das heißt so, weil damit britische Offiziere um 1870 im zum Britischen Empire gehörenden Indien versuchten, der Tropenkrankheit Malaria zu entgehen. Eine Tinktur aus Chinin, Limetten, Zucker und Soda half dagegen - das Tonikum „Tonic“ war geboren. Mit Tonic kann man fast alle Basis-Spirituosen aufgießen, am besten passt aber der nahezu neutrale Wodka, weil dabei der Tonic-Geschmack besonders betont wird. Und Gin, dessen Wacholderaroma dem Tonic Contra gibt.
Wasser
Zum Auffüllen von Cocktails wird in Bars gerne Soda- oder Mineralwasser verwendet. Ersteres ist bei Profis beliebter, weil es die Aromen der Spirituosen besser zur Geltung bringt. Denn Sodawasser wird zwar wie Mineralwasser aus Wasser und Kohlensäure hergestellt, dann aber wird der sauer-scharfe Geschmack der Kohlensäure durch Zugabe von etwas Soda neutralisiert. Deshalb ist Sodawasser sanfter als Mineralwasser und enthält zudem mindestens 570 mg Natron pro Liter Wasser. Kommt Zitrone dazu, reagiert die Fruchtsäure mit dem Natron, Kohlensäure wird frei und der Drink fängt extra stark zu blubbern an. Tolle Optik!
Ginger Ale
Auch American Ginger Ale ist eine Erfindung der Golden Fifties, die sich bis heute gehalten hat. Der Name wurde durch das in England beliebte Ginger Ale (ein Bier mit Ingweraroma) inspiriert, schmeckt aber völlig anders. Eben so, wie man es vor 50 Jahren in der American-Bar brauchte: würzig-süß mit einem Hauch Ingwer. Und leicht: Drinks mit Ginger Ale brauchen weniger Alkohol, weil der Softdrink selbst so viel Aroma mitbringt. Perfekt in der Kombination mit Minze und Bourbon für alle Südstaatendrinks. Herrlich erfrischend mit anderen Hochprozentern.
Orangensaft
Fruchtsaft ist gesund: er enthält Vitamine, Mineralsalze, Spurenelemente, Fruchtzucker, Fruchtsäure und Gerbstoffe. Das ist klasse. Noch besser: Fruchtsaft schmeckt intensiv nach reifer Frucht. Deshalb sind Cocktails mit solchen Säften nicht nur leicht und tun gut, sondern bringen auch Sommer, Sonne und gute Laune ins Cocktail-Leben. Frisch gepresst mehr denn je. Der Easy-Saft ist Orangensaft, denn er passt zu jeder Spirituose und zu jedem Sirup. Viele bekannte Cocktails werden mit O-Saft gemixt, er taugt aber auch für Eigenkreationen.
Limetten
Anders als bei der Zitrone weiß niemand, ob die Limette mit Konservierungsstoffen behandelt wurde oder nicht. Man ist nicht verpflichtet das anzugeben. Also das grüne Früchtchen immer heiß waschen und bürsten, schließlich wollen wir „unkonserviert“ bleiben. Nach der kleinen Dusche kann man die Limette aber unbedenklich verwenden: etwa gestößelt im Caipirinha, Caipirovka und Camparinha, in Scheiben für Gin Tonic & Co, die Schalenspirale im Moscow Mule. Und als Deko, egal ob solo oder zu mehreren, machen sie ganz schön was her.
Bitter Lemon
Dieser Softie, um 1950 erfunden, hat es in Verbindung mit Wodka sogar schon mal zum Titel eines Tatorts gebracht: „Wodka Bitter LemonW brachte Kommissar Haferkamp 1976 ganz schön ins Schwitzen. Dabei kühlt dieser Cocktail eigentlich eher: die Kombination aus weichem Wodka und bittersüßem Limettenaroma. Lebensmittelrechtlich gesehen ist das Bitter Lemon eine Limonade, die aus Limettenextrakt, Zucker, Aromastoffen und Wasser hergestellt und mit Kohlensäure versetzt wird. In der Praxis ist Bitter Lemon der Softdrink für alle Tropen-Fans, die es gerne bitter-süß mögen.
Eingestellt: 24.11.2007 Zugriffe: 425 | Anzahl Wörter: 1465 | PDF-Ansicht
Über den Autor
jessi kiefer
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