Benzin so teuer wie noch nie! Wo soll das hin führen?
Nach der vierten Preiserhöhung in dieser Woche ist Sprit so teuer wie noch nie.
Denn wenn man heute an der Tankstelle schaut dann fragt man sich immer wieder wo soll das noch hin führen. Egal in welchen Teil man der Erdbevölkerung schaut überall ziehen die Preise an. Im bundesweiten Schnitt mussten Autofahrer für einen Liter Diesel 1,33 Euro zahlen, sagte eine Sprecherin vom Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in Hamburg gestern sagte. Auch der Preis für den Liter Superbenzin habe mit 1,46 Euro seinen kritischen Höchststand vom September 2005 nach dem Hurrikan „Katrina“ übertroffen.
Angesichts der hohen Spritpreise machten sich Automobil- und Wirtschaftsverbände für einen Benzingipfel bei der Bundeskanzlerin stark. Die Spediteure verlangten Steuersenkungen für ihre Branche und um Berücksichtigung der Momentanen wirtschaftlichen Lage. Die Busunternehmer forderten eine deutliche Absenkung der Mineralölsteuer.
Die Bundeskanzlerin lehnte diese Forderungen ab. „Es wird kein Krisengipfel stattfinden“, sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg in Berlin. Steg rief zu Energie-Einsparungen auf und appellierte an die Autofahrer, spritsparend zu fahren.
Der Vize-Regierungssprecher wies den Vorwurf zurück, auch der Staat würde über die Steuer abkassieren. Tatsächlich aber machen die Rohölkosten in Deutschland nicht den größten Teil des Endpreises aus. Den das Rohöl ist auf der ganzen Welt im Gesamtpreis an gestiegen. Der Löwenanteil vom Benzinpreis fließt über die Mehrwert-, Mineralöl- und Ökosteuer an den Staat mit aktuell rund 88 Cent pro Liter das ist auch das Höchste Niveau seit langer Zeit. Das sind mehr als 63 Prozent des Tankstellenpreises.
Brandenburgs Wirtschaftsminister hat sich unterdessen angesichts der Rekordpreise bei Benzin und Strom für eine offene Diskussion über staatliche Belastungen ausgesprochen. In einer Mitteilung forderte der Minister gestern in Potsdam: «Runter mit der künstlichen Verteuerung von Treibstoffen und Energie. Doch seine Mitteilung fand wenig anklang. Die nächste Runde muss an die Bürger gehen.» Es sei richtig, den Anteil von Biokraftstoffen aus Klimaschutzgründen zu erhöhen. Dies dürften aber nicht nur die Bürger bezahlen.
Der MWV rechnete auf Grundlage der heutigen Biospritpreise mit Teuerungen zwischen acht und zwölf Cent pro Liter Diesel oder Benzin.
Die Ölpreise zogen unterdessen nach einer kurzen Verschnaufpause gestern erneut leicht an, blieben aber unter ihren Höchstständen vom Mittwoch. In New York wurden pro Fass (159 Liter) knapp 96 Dollar bezahlt, in London knapp 93 Dollar. „Derzeit hat sich der Ölmarkt auf hohem Niveau beruhigt“, sagte Meyer-Bukow. Daher bestehe Hoffnung, „dass es jetzt mit den Benzinpreisen wieder runtergeht“.
Die Meinungen der Bürger sind hier zu lesen: www.problems-solution.com
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Eingestellt: 20.11.2007 Zugriffe: 607 | Anzahl Wörter: 392 | PDF-Ansicht
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